31. Juli 2018

Rookie-Hattrick in Imola: Niklas Krütten fährt dreimal aufs Rookie-Podium

Fünftes Rennwochenende in der Formula 4 Italian Championship, das insgesamt zwölfte in diesem Jahr für Niklas Krütten. Ein enormes Pensum, das der 15-Jährige aus Trier in seiner ersten Saison im Formelsport abreißt. Vergangenes Wochenende ging es für den BWT Mücke Motorsport-Piloten an eine der geschichtsträchtigsten Rennstrecken im Motorsport überhaupt: den Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola. Eine Strecke ohne weitläufige Auslaufzonen und mit Kiesbetten an jeder Kurve, ein richtiger Klassiker.

Dass das deutsche Nachwuchstalent auch auf derart fordernden Strecken bestens zurecht kommt, hat Krütten dieses Jahr bereits mehrfach bewiesen. Auch auf dem 4,909 Kilometer langen Kurs in Imola war der BWT Mücke Motorsport-Pilot in bestechender Form. In allen drei Rennen des Wochenendes schaffte Krütten den Sprung auf das Rookie-Podium. Dabei bestach der 15-Jährige erneut mit Rennintelligenz, starkem Grundspeed, Zweikampfstärke und Weitsicht.

Die Top-Leistung bei der fünften Veranstaltung der italienischen Formel 4 2018 verhalf dem BWT Mücke Motorsport-Youngster zu Platz vier im Gesamtklassement der Rookiewertung. Dabei hat er bei zwei ausstehenden Rennwochenenden noch beste Chancen, auf den hart umkämpften dritten Platz zu steigen.

Für Krütten geht es kommendes Wochenende im Rahmen der ADAC Formel 4 auf den Nürburgring, knapp eine Autostunden entfernt von seiner Heimatstadt Trier. Auf seiner erklärten Lieblingsstrecke und beim großen Heimspiel erwartet Fans der Nachwuchs-Formelsports ein toller Zweikampf um die Spitze der Rookiewertung. Mit gerade einmal zehn Punkten Rückstand ist Krütten derzeit zweitbester Rookie hinter David Schumacher, dem Sohn des früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher.

Vier Fragen an Niklas Krütten

Niklas, in drei Rennen jedes Mal aufs Rookiepodium zu fahren, ist eine unglaubliche Leistung. Glückwunsch!
Vielen Dank. Es ist natürlich klasse, wenn sich die harte Arbeit auszahlt. Sowohl für mich als Fahrer als auch für das gesamte Team, mit dem ich sehr gut zusammenarbeite. Außerdem finde ich es klasse, dass mir gerade in Imola eine derart überzeugende Leistung gelungen ist. Die Strecke atmet an jedem Quadratmeter Geschichte. Zudem ist das Streckenlayout extrem anspruchsvoll. Das liegt mir sehr, weil es die Spreu vom Weizen trennt.

Einer der Schlüssel zum Erfolg waren deine gewohnt starken Starts…
Ja, die Starts liegen mir in der Tat besonders. Ich habe eine top Reaktionszeit und komme meist gut weg vom Fleck. Gerade auf Kursen wie dem in Imola ist es essenziell, einen guten Start zu haben, weil es so schwierig ist, zu überholen. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war ganz klar meine Leistung im Qualifying. Wir haben in den Tests sehr hart daran gearbeitet und das hat sich bezahlt gemacht. Zweimal Startplatz elf und einmal von der zwölften Position aus in die Rennen zu gehen, macht einem das Leben schon etwas leichter. Klar, auch hier möchte ich noch weiter vorne stehen, aber die Entwicklung, die ich im Qualifying bislang durchgemacht habe, ist äußerst vielversprechend.

Wie liefen die Rennen aus deiner Sicht?
Das erste Rennen war sehr hektisch, vor allem in der Startphase. Da gab es viele Kollisionen und ich musste da unglaublich aufpassen. Direkt am Start habe ich zwei Plätze gutgemacht und von dem einen oder anderen Ausfall profitiert. Letztlich bin ich Siebter geworden, was ein toller Einstand gewesen ist. Das zweite Rennen nahm ich von Platz zwölf aus in Angriff. Ich musste hier und da die Ellbogen ausfahren, habe aber dennoch fair überholt. Über den Rennverlauf habe ich mich auf Rang acht nach vorne gekämpft. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, aber ich wollte meinen sicheren Rookie-Podestplatz nicht riskieren. Im letzten Rennen ist mir ein richtig starker Start gelungen, bei dem ich erneut an zwei Konkurrenten vorbeigekommen bin. Auf das spätere Überholmanöver in der Tamburello-Kurve bin ich besonders stolz, denn da bin ich außen an meinem Vordermann vorbeigekommen. Erneut kam ich als Siebter und drittbester Rookie ins Ziel. Ein toller Abschluss eines durchweg tollen Wochenendes.

Tolle Ergebnisse wirst du hoffentlich auch kommendes Wochenende einfahren. Da geht es zum Heimspiel an den Nürburgring…
Auf das Nürburgring-Wochenende freue ich mich schon das ganze Jahr. Neben dem Red Bull Ring ist der Nürburgring meine absolute Lieblingsstrecke. Die Kombination aus schnellen und langsamen Kurven sowie langen Geraden ist einzigartig. Ich habe dort schon getestet und war sehr gut unterwegs. Zudem freue ich mich, eine Menge bekannter Gesichter an der Strecke zu sehen. Meine Familie, Freunde und Bekannte werden vor Ort sein. Das wird wie Rennfahren im eigenen Wohnzimmer.

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