25. September 2019

Positives Streckendebüt für Niklas Krütten in Barcelona

Regenrennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya sind eine Seltenheit. Vergangenes Wochenende war eine jener Veranstaltungen, die ins Wasser fielen. Für Team Motopark-Pilot und Formel-3-Neuling Niklas Krütten eine doppelte Herausforderung: Schwierige Wetterverhältnisse einerseits und Streckendebüt auf dem anspruchsvollen Formel-1-Kurs in Katalonien andererseits. Bei seinem erst zweiten Auftritt in der Formel 3 machte der 16-Jährige dennoch eine gute Figur. Die Platzierungen spielten für Krütten (Platz 12 im ersten Lauf und Platz 11 im zweiten) dabei eine untergeordnete Rolle. Für den Team Motopark-Fahrer steht im Moment die Lernkurve in der neuen Serie klar im Vordergrund.

Starker Regen beeinträchtigte den Fahrbetrieb am Samstag. Die Rennleitung entschied, das erste Qualifying abzusagen. Daher kam Artikel 31.1 des sportlichen Regelwerks zum Zug, wonach sich die Startaufstellung aus den schnellsten Rundenzeiten der beiden Freien Trainings errechnet. Krütten ging dementsprechend aus der fünften Startreihe ins erste Rennen. Der 30-minütige Lauf war geprägt von schwierigen Bedingungen – viel Wasser auf der Strecke und kaum Sicht. Der Team Motopark-Pilot hing entsprechend über den Großteil des Rennens in der Gischt seiner Vorderleute fest.

Das Qualifying zum zweiten Lauf fand unter regulären Bedingungen statt. Krütten bestätigte seine Lernkurve und wurde mit weniger als drei Zehntelsekunden Rückstand auf den schnellsten Teamkollegen Zehnter. Die Startphase ins zweite Rennen verlief nicht ganz optimal. Krütten verlor zunächst drei Positionen, konnte aber im weiteren Verlauf wieder zwei Positionen gut machen. Mit Rang elf verpasste er die Punkteränge denkbar knapp. Erfreulich dabei: Der Deutsche war bei seinem gerade erst zweiten Rennwochenende in der Euroformula Open bei den Rundenzeiten bereits auf Tuchfühlung mit seinen wesentlich erfahreneren Teamkollegen.

In knapp drei Wochen steht bereits das Saisonfinale der Euroformula Open in Monza (12. bis 13. Oktober) auf dem Plan.

Drei Fragen an Niklas Krütten

Niklas, wie war dein allererstes Wochenende in Barcelona?
Das Wochenende war nicht schlecht. Wir konnten zu den Teamkollegen aufschliessen und haben deutliche Fortschritte in der Pace gemacht. Ich bin jetzt wesentlich näher dran als das noch in Silverstone der Fall war. Das ist sehr positiv. Es gibt aber noch einiges zu lernen, weil das Auto für mich immer noch ungewohnt zu fahren ist. Wir machen klare Fortschritte. Außerdem waren das jetzt zwei Strecken, auf denen ich zuvor noch nie unterwegs gewesen bin.

Neue Strecke und dazu noch äußerst schwierige Bedingungen, wie bist du damit zurechtgekommen?
Ich bin mit dem Kurs ziemlich schnell warmgeworden und habe mich von Session zu Session gesteigert. Das erste Qualifying wurde wegen zu starken Regens abgesagt. Der hat sich übers erste Rennen hin fortgesetzt. Ich hing hinter einem Kontrahenten fest, weil man in der Gischt so gut wie keine Sicht hatte. Das zweite Qualifying war im Vergleich zu meinen Teamkollegen ganz in Ordnung. Mein Start ins Rennen war leider nicht ganz optimal, weshalb ich am Anfang etwas Boden verloren habe. Mit den Autos ist es aufgrund der Luftverwirbelungen sehr schwierig, hinter einem anderen herzufahren und Überholmöglichkeiten zu finden. Aber die Pace im Qualifying und im Rennen war zufriedenstellend. Ich konnte im Rennen mit den Teamkollgen und Meisterschaftsführenden zeitentechnisch absolut mithalten.

Die Saison ist schon bald vorbei. Gibt es eine coolere Strecke als Monza, um das Jahr abzuschließen?
Monza zählt definitiv zu meinen Favoriten. Die Atmosphäre dort ist großartig, die Streckenführung einzigartig. Es gibt wenige Kurse im Rennkalender, auf denen wir noch richtig hohe Geschwindigkeiten erreichen. Die Strecke verlangt an vielen Stellen einiges an Mut ab, denn durch das alte Layout landet man schnell mal im Kiesbett. Ich freue mich sehr auf Monza und kann es kaum erwarten.

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